Gemeinde Vidoši befindet sich südöstlich der Stadt Livno (Karte), an der Quelle des Flußes Sturba und ist umgeben von Tušnica Bergmassiv. Vidoši ist die älteste katholische Gemeinde in der Region Livno (S. Livno bei Wikipedia). Zum ersten Mal wurde sie schriftlich im Jahre 1742 erwähnt. Demnach hat eine frome Witwe namens Vidoševiæ, in Ihrem Testament, den Franziskaner ein Stück Land geschenkt, damit sie dort eine Kirche bauen können.

Die erste Kirche und die Unterkünft für die Priester waren sehr einfach. Das Gemeindehaus brannte mit allen Geburtsurkunden 1801 vollstandig aus. 1853 setzte sich einer der bekanntesten Franziskaner in Bosnien im 19. Jahrhundert, fra Lovro Karaula, für die Genehmigung und den Bau der neuen Kirche in Vidoši, sowie in Gorica (Livno) ein. Er reiste in die Türkei um dort von den zuständigen Machthabern für die erforderliche Genehmigung zu werben. Nach seiner erfolgreichen Reise, begann man 1854 die Kirche in Vidoši zu bauen. Diese war im Jahr 1856 fertiggestellt.

Der Gemeinde Vidoši gehörten bis 1826 Grabovica (Duvno), bis 1849 Livno und bis 1909 Ortschaft Podhum.

Die ältesten Geburtsurkunden sind seit 1801 erhalten und befinden sich zur Zeit in Franziskaner Kloster Gorica in Livno.

Im Dorf Sturba befindet sich die Quelle des gleichnahmigen Flußes, der ca. 14,5 km lang ist. Durch Leitungen werden die umligenden Ortschaften mit Wasser versorgt. Der Fluß ist von einer Fischvielfalt gesegnet. Die Gegend ist jedes Jahr ein beliebtes Treffpunkt für die Jugend Camping Gruppen.

4 km von Vidoši befindet sich Ortschaft und Berg Tušnica (1697 m). Er ist ein beliebtes Ausflugsziel, besonders für Paragleiter (Paragliding Club "Krila Livna" in Sturba) und Bergsteiger. Unterhalb des Berges befindet sich das 1888 gegründete Bergwerk "Rudnici Tušnica". Am Anfang des Krieges in Bosnien-Herzegowina, an 7. Mai 1992 wurden die Sendeanlagen auf dem Berg von der jugoslawischen Armee durch einen Raketenangriff zerstört.

Die elektrische Energie bekam die Gemeinde 1947. Im gleichen Jahr wurde das Kulturhaus gebaut. In 50er und 60er Jahre diente es als Kino und als Treffpunkt der Jugend, später ist es Ort für Konzerte und andere Versantalltungen. Leider hat das Kulturhaus an der Bedeutung, die es einmal hatte, durch Mangel an Finanzen verloren.

Die Gemeinde Vidoši hatte bei der Volkszählung 1991 insgesammt 3.021 Einwohner. Davon waren: Kroaten 2749 (91%), Bosniken 213 (7%), Serben 12 (0,3%), "Jugoslawen" 28 (0,9%) und andere 19 (0,6%). Im Jahr 1879 lebten hier 1458 Einwohner. Viele Einwohner der Gemeinde Vidoši sind durch ständige Migrationen ausgewandert. Zuerst von ca. 100 Jahren in die USA, in 20er und 30er Jahren nach Belgien und Frankreich, und in 60er in die kroatischen Städte an der dalmatinischen Küste und Zagreb, sowie nach Westeuropa, vor allem nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz.

1991 ist der Hallenfußball Club MNK "Seljak" (Bauer) aus Vidoši, Jugoslawischer Meister geworden. Im Finalspiel wurde mit 1:0 der Club "Uspinjaèa" aus Zagreb besiegt.

Weblinks:
Fotos von Vidoši
Stadt Livno
Der Berg Tušnica
Buško jezero

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