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Renaissance
im Süden - Barock im Norden
Es ist fast unglaublich,
daß in einem kleinen Land wie Kroatien so viele Denkmäler
verdienen, in das Weltkulturerbe aufgenommen zu werden. Ein nennenswertes
Beispiel dieser Art ist die Renaissanceinsel Sipan, mit zwei Renaissancevillen,
dem Rektorenpalast, einer Wehrkirche und einer Reihe von Herrensitzen,
auf der seit dem 16. Jahrhundert kaum architektonische Änderungen
vorgenommen wurden, was der Insel ihre Einmaligkeit im gesamten Mittelmeerraum
verleiht. Zu den Besonderheiten gehören auch die originellen
Renaissancesommerpalais mit Terrassen und Parkanlagen (16. Jh.), von
denen es etwa 80 auf
dem einstigen Territorium der Republik Dubrovnik sowie auf den Inseln
Hvar und Vis gibt. Einzigartig ist neben dem im Renaissancestil erbauten
Dom von Sibenik (Juraj Dalmatinac/Georg von Dalmatien, 15. Jh.), der
seine Einmaligkeit der Fertigbaumethode mit großen Steinplatten
verdankt, auch die originelle Kapelle im Stil der Frührenaissance
in der Kathedrale von Trogir (ein Werk von Nikolaus dem Florentiner
und Andreas Alexi aus dem Jahr 1468, mit 150 Reliefs von Kindergestalten
und einer Reihe von Skulpturen). Einen ganz anderen Charakter weist
die Epoche der Renaissance in Nordkroatien auf, wo ausschließlich
Festungen zur Verteidigung gegen die türkischen Überfälle
gebaut wurden. Von den etwa fünfzig Festungen ist, außer
den bisher schon erwähnten, Karlovac als Idealstadt der Renaissance
(1579) in Form eines sechszackigen Sterns besonders sehenswert. Während
die Renaissance ihren Höhepunkt im Süden Kroatiens erlebte,
prägte der Barock den Norden des Landes. Dieser Epoche sind neben
den Städten Varaidin, Poiega, Slavonski Brod, Vukovar, Bjelovar,
Daruvar auch zahlreiche Adelsschlösser in Slawonien zu verdanken.
Man sollte jedoch
nicht vergessen, daß der Barock auch im Süden seine Spuren
hinterlassen hat. Davon zeugen beispielsweise ganze Häuserblöcke,
die bei der Erneuerung Dubrovniks nach dem großen Erdbeben (1667)
entstanden sind, sowie die Jesuitenkirche mit der Freitreppe und die
Kathedrale. Des weiteren sollten der Rundbau der St. Veitkirche in
Rijeka sowie die großen und reich ausgestatteten Kirchen in
Rovinj, Buje und Buzet nicht unerwähnt bleiben.
Neben den im Lande selbst anzutreffenden Denkmälern sind es zahlreiche
Architekten, Bildhauer und Maler, die die zeitgenössische kroatische
Kunst im Ausland präsentieren, ebenso aber auch ihre in den Museen
der Welt ausgestellten Werke. Weitere und originelle Vertreter der
kroatischen Kunst sind die "Zagreber Schule des Zeichentrickfilms"
sowie die bekanntesten Namen der naiven Malerei (M. Virius, 1. Generalic,
M. Skurjeni, E. Fejes, I. Rabuzin, 1, Lackovic-Croata u.a.).
In den Sommermonaten erwachen die alten geschichtsträchtigen
Paläste, Atrien und Stadtplätze zu neuem Leben und werden
zum Schauplatz zahlreicher internationaler Musik- und Theaterfestivals,
die einheimische und ausländische Touristen anziehen: das Sommerfestival
von Dubrovnik, das Filmfestival in Pula, der Spliter Kultursommer,
die Musikabende in Zadar, die Barockabende von Varazdin, die Zagreber
Kulturabende in Gric und viele mehr.
Alle diese Veranstaltungen, die dem Besucher ermöglichen, sich
nicht nur zu entspannen, sondern sich auch geistig bereichern zu lassen,
machen den Urlaub in Kroatien zu einem unvergeßlichen Erlebnis.
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