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Die Entfaltung urbaner Kultur In Kroatien gibt es drei urbane Einheiten sowie einen architektonischen Komplex, die in die UNESCO - Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden sind. Es handelt sich um den spätantiken Diokletianpalast (Anfang 4. Jh.), der im Laufe der Jahrhunderte zum mittelalterlichen Stadtkern von Split umgebaut wurde, ferner um die Städte Dubrovnik und Trogir sowie die Euphrasios-Basilika (6. Jh.) in Porec. SPLIT ist einzigartig in der ganzen Welt für die harmonische Art und Weise, auf welche der monumentale Palast in den folgenden Jahrhunderten zur Stadt umgebaut wurde. Davon zeugt insbesondere das Peristyl, wo inmitten antiker Säulen die Fassaden von Häusern und Palästen im romanischen und gotischen sowie im Stil der Renaissance und des Barock zu sehen sind. Das oktogonale Kaisermausoleum wurde zur Kathedrale umgebaut, in der sich zahlreiche Denkmäler von der Romanik bis zum Barock befinden. Der angebaute romanische Glockenturm hat dem Stadtbild eine Vertikale verliehen. DUBROVNIK
war die Hauptstadt eines kroatischen Freistaats, der als unabhängige
Republik POREC an der Westküste Istriens liegt auf einer Landzunge, die idealen Schutz bot und nur vor möglichen Angriffen vom Festland aus verteidigt werden mußte. Im 2. Jahrhundert bauten die Römer die Siedlung in Form eines regelmäßigen Netzes von rechtwinklig sich kreuzenden Straßen mit den Hauptstraßen Decumanus und Cardo, um die herum die" Häuserinseln " angeordnet sind.s Diese Raumkonfiguration ist bis heute noch erhalten. Das bedeutendste Denkmal stellt der Komplex der Euphrasios-Basilika mit Atrium, Baptisterium, Bischofspalais und dreischiffig Basilika, in der äußerst wertvolle Wandmosaiken aus dem 6. Jahrhundert, die man nur mit den berühmten Mosaiken von Ravenna vergleichen kann, erhalten sind. In der Stadt sind auch heute mehrere romanische Häuser und das monumentale Kanoniker-Haus (13. Jh.) sowie zahlreiche Häuser im Stil der Gotik und Renaissance zu sehen. TROGIR
entstand auf einer kleinen Insel, die durch Brücken mit dem Festland
und der benachbarten Insel Ciovo verbunden ist. Gegründet wurde
die Stadt bereits im 4. Jahrhundert vor Christus von den Griechen,
von den Römern wurde sie ausgebaut. Seine heutige Gestalt erhielt
Trogir jedoch in der Romanik im 13. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammen
viele der romanischen Häuser sowie der monumentale Dom, dessen
Zierde das größte und schönste romanische Portal im
Adriaraum, ein Werk des Meisters Radovan (1240), ist. Der Dom erhielt
im 15. Jahrhundert eine Taufkapelle, ein Werk von Andreas Alexi, die
von einer Stilmischung aus Gotik und Renaissance zeugt, sowie die
Kapelle des seligen Johannes von Trogir im Renaissancestil (Alexi
und Nikolaus der Florentiner, 1468). Die Kapelle ist mit ihren rund
150 (!) Reliefs und Skulpturen menschlicher Gestalten und Gesichter
in Stein, wobei vorwiegend Kinder dargestellt sind, das prächtigste
Denkmal des humanistischen Geistes der Frührenaissance in Europa.
Auf der anderen Seite des Platzes steht die Stadtloggia, die im Mittelalter
als Gerichtsgebäude diente. Dort befindet sich der im Renaissancestil
gebaute und mit einer Reihe von Reliefs verzierte "Altar der
Gerechtigkeit" (ein Werk des Florentiners und Alexis aus dem
Jahr 1471). Diese und andere Denkmäler, beispielsweise das Palals
der Familie Cipiko, weisen darauf hin, daß Trogir im 15. Jahrhundert
zu den Zentren der Frührenaissance gehörte, wobei zu betonen
ist, daß die Renaissance in Europa, ausgenommen in Italien,
erst im 16. Jahrhundert in Erscheinung trat.
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