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Wenn Sie alte
Volksinstrumente neben der Musik der klassischen Meister hören,
wenn Sie Ihre Cappuccino in einem der vielen Cafes am Meer trinken
und den Puls der echten touristische Zent ren spüren oder die
Romantik der engen Straßen jahrhunderte-, sogar jahrtausendealter
Städt erleben, dann sind sie in Istrien. Diese Region lebt in
bewundernswert malerischen Landschafte und mißt in immer kürzeren
Zeitspannen Ankünfte und Abschiede. Ein Übergang vom mitteleuro
päischen Alpengebiet zum Mittelmeer mit ihren idyllischen Siedlungen,
Wäldern, Weingärten un den bekannten touristischen Zentren,
deren Namen mit großen Buchstaben auf die Landkart Europas geschrieben
sind: Umag, Novigrad, Poec, Vrsar, Rovinj, Pula... Die Natur hat,
vom Menschen unterstützt, ein echtes Paradies geschaffen. Einen
"paradiesischen" Beitrag hat um die Jahrhundertwende Paul
Kupelwieser, der damals fünfzigjährige Sohn des berühmten
Wiener Malers und Lithographen Leopold Kupelwieser, geleistet. Zu
dieser Zeit Direktor eines Eisenwerks in Vitkovice und namhafter Fachmann
für Meiallurgie wollte er zunächst nur ein Sommerhaus in
dem Brioni-Archipel erwerben. Das Archipel faszinierte ihn aber geradezu
schicksalhaft. Er vergaß sein Eisenwerk und beschloß,
sich ganz dem Archipel zu widmen. Die Inseln danktem ihm selbstlos
für diese Hingabe. Brioni war, bis die neuen Touristenzentren
Italiens in Mode kamen, ein exklusiver europäischer Erholungsort.
Im Schatten von
Stechpalmen und hundertjährigen Olivenbäumen, einer reichen,
immergrünen Vegetation, finden Sie hier Ihre Oase. In einer Welt,
von der Sie geglaubt haben, daß es sie nur in Träumen und
Filmen gibt. Diese Welt kann schon morgen Ihre Wirklichkeit sein. Die Mosaiken der
altrömischen Thermen, die altkroatischen Kirchen, der Reichtum
der glagolitischen Denkmäler, das Erbe der Fürstenfamilie
Frankopan und die Bilder der Venezianischen Meister sprechen äußerst
beredt von der tausendjährigen Geschichte des Lebens auf Krk.
Für Kroatien hat diese Insel eine besondere Bedeutung. Sie war
die Wiege der kroatischen Schrift und der kroatischen Sprache. Davon
zeugt auch Bascanska ploca (Die Tafel von Baska), eines der ältesten
kroatischen Sprachdenkmäler. Hier finden sich bekannte Orte wie
Malinska, das Städtchen Krk, reich an prähistorischen, illyrischen,
griechischen und römischen Denkmälern, Punat mit der größten
Marine an der kroatischen Küste, oder Vrbnik, eine Stadt, die
im Nordosten der Insel auf einem 50 Meter hohen Fels erbaut ist und
eine Attraktion für Maler darstellt. Diese berühmte Festung
hat eine große Sammlung von glagolitischen Stein- und Manuskriptdenkmälern,
denn Vrbnik war jahrhundertelang das Zentrum der Glagoliten der Insel
Krk. Bagka wurde schon zu Beginn des Jahrhunderts von Reisenden aufgesucht. Im Archipel von
Krk liegt, als einzige bewohnt, die kleine Insel Kogljun. Diese kleine
und reiche Insel ist für das Franziskanerkloster, das hundertjährige
Gymnasium, die umfangreiche Bibliothek, die Museen und Sammlungen
bekannt. Auch eines der ersten Leihhäuser von Europa, das vom
17. bis zum 19. Jahrhundert arbeitete, wurde hier gegründet.
Es war eine Art Bank, die die arme Bevölkerung vor Wucherern
sicherte. Dort werden Sie Zeugnisse des früheren Insellebens
finden. So gibt es dort, zum Beispiel, einen Diaprojektor mit Petroleummotor,
einen hölzernen Kleiderbügel, oder eine Sammlung von Frauentüchern,
die diskret verrieten, ob eine Frau verheiratet, ledig oder Witwe
ist, und aus welcher Ortschaft auf der Insel Krk sie stammte. Auf
der kleinen Insel, die mit Recht ein Paradies auf Erden genannt wird,
gibt es weder Schlangen noch Eidechsen. |