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DIE SCHÖNSTEN KATHEDRALEN AN DER ADRIA

Entlang der Adriaküste und auf den Inseln befinden sich sakrale Denkmäler, von denen viele es verdienen, aufgrund ihrer Schönheit, aber auch wegen ihres künstlerischen Wertes in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen zu werden. Wir laden Sie dazu ein, sie kennen zu lernen.


Die Kathedrale von Šibenik, die Kirche des heiligen Jakobus

Der Bau der Kathedrale von Šibenik, des bedeutendsten architektonischen Denkmals der Renaissance in Kroatien, begann im Jahre 1431 und wurde im Jahre 1536 beendet. Die Kathedrale besteht vollständig aus Kalkstein sowie aus Marmor von der Insel Brac. Ungewöhnlich ist die Tatsache, dass die Kathedrale keinen Glockenturm besitzt, dessen Funktion ein Turm auf den nahe gelegenen Stadtmauern übernimmt. Seine Schönheit verdankt die Kathedrale unter anderem zwei hervorragenden Meistern: dem Können von Juraj Dalmatinac, der in der Gestaltung der Taufkapelle, seinem Meisterwerk, spätgotische Elemente mit Renaissancemerkmale harmonisch verband und an der Außenseite der Kirche 72 Steinporträts anbrachte, sowie der Meisterschaft von Nikola Firentinac, einem Anhänger der Bildhauerschule Donatellos, dessen 38 m hohe Kathedralenkuppel man zu den Meisterwerke der Renaissancearchitektur zählt. Die Kathedrale von Šibenik wurde wegen ihres großen künstlerischen Werts im Jahre 2001 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eingetragen.

Die Kathedrale von Split, die Kathedrale des heiligen Duje
Das achteckige Gebäude, das innerhalb der Mauern des Diokletianpalastes untergebracht ist, diente früher als kaiserliches Mausoleum. Im 8. Jahrhundert wurde dieses Mausoleum, in dem der Kaiser das Christentum ausrotten wollte, zu einer christlichen Kathedrale. In der Kathedrale mit ihrem runden Innenraum, unter dem sich die Krypta befindet, gibt es mit filigranen Ornamenten verzierte Säulen. Die reich geschmückte Eingangspforte ist ein Beispiel für den prächtigen helenistischen Stil. Die aus Backstein gebaute Kuppel ist sichtbar mit Mosaiken verziert und die sechseckige Kanzel aus dem 13. Jahrhundert weist Merkmale der spätromanischen Architektur auf. Die monumentalen aus Eichenholz gearbeiteten Türflügel, ein Werk von Andrija Buvina aus dem Jahre 1214, zeigen auf 28 Tafeln, die von Pflanzenmotiven umrahmt werden, Szenen aus dem Leben von Christus. Die Kathedrale des heiligen. Duje ist zusammen mit dem Palastkomplex in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden.

Die Kathedrale von Trogir, die Kathedrale des heiligen Johannes
Die dreischiffige Basilika, die auf den Fundamenten einer durch den Einfall der Araber zerstörten frühchristlichen Kirche errichtet wurde, entstand überwiegend während des 13. Jahrhunderts, also in der Epoche der Romanik. Das Gewölbe ist allerdings im 14. Jahrhundert gebaut worden und weist Merkmale des gotischen Stils auf. Der im 16. Jahrhundert nachträglich errichtete Glockenturm, an dessen Spitzen sich vier Skulpturen befinden, ist in einem manieristischen Stil gebaut worden. Der größte Schatz der Trogirschen Kathedrale bildet das erhaltene romanische Portal, das aus dem Jahre 1240 stammt - ein Meisterwerk des größten unter den alten kroatischen Bildhauers, des Meisters Radovan. Das zweiteilige Portal zeigt Szenen aus dem Evangelium und von der Geburt Christus, auf den Türstöcken sind Szenen aus dem alltäglichen Leben im Wechsel der Jahreszeiten aneinandergereiht, außerdem die Bilder von Heiligen und von Aposteln, exotische Tiere, Sirenen und Zentauren, während an den äußersten Seitenrändern des Portals sich jeweils ein Löwe befindet, auf dem Adam bzw. Eva thronen. Die Kathedrale von Trogir ist zusammen mit dem Altstadtkern Trogirs Teil der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.

Die Kirche des heiligen Donat in Zadar
Die Kirche des heiligen Donats in Zadar ist das repräsentativste Denkmal unter den Bauwerken in Kroatien. Die Kirche wurde zu Beginn des 9. Jahrhunderts auf dem antiken Forum errichtet. Sie weist alle Merkmale der Präromanik auf und lässt sich deshalb mit der Hofkapelle Karls des Großen in Aachen vergleichen. Das Gebäude mit seiner monumentalen 27 m hohen Kuppel ist wegen des Eindrucks der Verschlossenheit, den es beim Betrachter hervorruft, sowie wegen seiner strengen Form sehr eindrucksvoll. Im Laufe der Zeit ist es zu dem zentralen Symbol der Stadt Zadar geworden. Dank seiner besonderen akustischen Eigenschaften dient die Kirche heute als Konzertsaal für die hier unter dem Titel "Glazbene veceri u Sv. Donatu" ("Musikabende im heiligen Donat") stattfindenden Veranstaltungen.

Euphrasius-Basilika in Porec
Die Euphrasius-Basilika, deren Bau im 6. Jahrhundert begann, besteht aus dem Atrium, der Taufkapelle sowie der Basilika selbst mit dem Bischofspalast und der Kapelle. Sie ist ein repräsentatives Beispiel der frühchristlichen Architektur. Aufgrund von Bränden, Erdbeben und anderen Unglücksfällen wurde die Basilika mehrmals teilweise wieder neu aufgebaut, und zwar unter Nutzung der noch erhaltenen Gebäudeteile, sodass wir heute in verschiedenen Schichten auf die Reste der einstmaligen architektonischen Unternehmungen stoßen, von denen das originale Bodenmosaik aus dem 5. Jahrhundert sowie die Mosaike der Mittelapsis am wertvollsten sind. Im architektonischen Sinne ist die Euphrasius-Basilika die früheste Kirche mit drei Apsiden in Mitteleuropa. Ihre Mosaike zählen zu den wichtigsten Denkmälern der monumentalen Malkunst des 6. Jahrhunderts. Sie sind selbstverständlich Teil der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.

Die Kreuzkirche (sv. Kriz) in Nin
Die Kreuzkirche in Nin mit ihrem unregelmäßigen kreuzförmigen Grundriss und ihrer elliptischen Kuppel ist eines der schönsten Beispiele der kroatischen Baukunst aus der Zeit der kroatischen Herrscher. Man kennt das genaue Datum ihrer Entstehung nicht, aber die Fachleute sind sich darin einig, dass der Bau der Kirche in die Zeit zwischen dem 9. und dem 11. Jahrhundert fällt. Sie ist in einem fast unberührten Zustand erhalten geblieben. Weil in ihr der Bischoff residierte und weil sie zugleich schön und klein ist (sie ist lediglich 36 Schritte lang), ist sie als die "kleinste Kathedrale der Welt" bekannt. Trotz ihrer bescheidenen Dimensionen fehlt es der Kirche nicht an Monumentalität. Die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler erregt noch eine weitere Besonderheit: Die Proportionen der Kirche sind so perfekt, dass wir hier nicht nur ein sakrales Objekt vor uns haben. Das Gebäude dient gleichzeitig auch als Kalender und als Uhr, die ihre Genauigkeit bewiesen haben. Alle Dimensionen der Kirchenmauern, der Türen und der Fenster basieren auf einer genauen Berechnung der Lichtverhältnisse.

Die Kathedrale von Dubrovnik
Nach der lokalen Legende wurde die erste Kirche, auf deren Fundamenten man die Kathedrale von Dubrovnik später errichtete, als Geschenk von Richard Löwenherz gebaut. Richard Löwenherz erlitt nämlich vor Dubrovnik bei seiner Rückkehr aus dem Kreuzzug Schiffbruch und gelobte für den Fall, dass er mit dem Leben davonkommen sollte, Geld für den Kirchenbau zu spenden. Von diesem Gebäude ist allerdings wegen eines katastrophalen Erdbebens nur sehr wenig übrig geblieben. Im 17. Jahrhundert begann man den Bau einer barocken Basilika mit einer Kuppel. Das Innere der Kirche ist mit Bildern italienischer Meister aus der Raffael-Schule verziert und an dem Hauptaltar befindet sich Tizians Himmelfahrt. Die Schatzkammer der Kathedrale gehörte bis zu dem katastrophalen Erdbeben zu den reichsten in Europa. Bis heute werden hier Reliquien und Arbeiten von Dubrovniker Goldschmieden aus dem 11. und 12. Jahrhundert aufbewahrt.
(© Travel agency adriatica.net - Zagreb)

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