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Opatija
OPATIJA,
Stadt mit Hafen, Ferien-, Bade- und Luftheilort am Fuße
der UCka, an der Ostküste Istriens in der Bucht von Rijeka,
13 km südwestlich von Rijeka; 9073 Einw. Das karstige
Küstengebiet, in dem Opatija liegt, ist vor Nord- und
Nordwestwind geschützt. Das Klima ist wegen der verhältnismäßig
milden Winter günstig; die mittlere Lufttemperatur beträgt
im Januar 4,7 °C und im Juli 23,3 °C; jährlich
werden 2230 Sonnenstunden verzeichnet. Die Vegetation ist
entlang des schmalen Küstenstreifens immergrün;
es gibt weder lockere Erde noch Wasserquellen. Die UCka hält
die Feuchtigkeit und die Wolken auf, die von Westwinden hergetrieben
werden, so daß es in Opatija weniger Niederschlag und
mehr Sonnenstunden als in Rijeka gibt. Das Klima und die besonderen
geschichtlich-geographischen Gegebenheiten haben die schnelle
Entwicklung Opatijas bedingt. Die Fertigstellung der Bahnstrecke
Wien Triest (1857) und die Abfahrt von Pivka (damals
Sent Peter) nach Rijeka (1873) haben Opatija für Wiener
leicht zugänglich gemacht. Opatija war wegen des milden
Klimas schon in der ersten Hälfte des 19. Jh. bekannt.
Der Hafen besteht aus einem Pier und einem geschützten
Becken. Der innere Hafenteil ist vor allen Winden geschützt,
außer denen aus dem I. Quadranten; die Bora ist mäßig
und weht aus östlicher Richtung; der Süd- und der
Westwind sind relativ stark und lassen Schwell entstehen.
Der äußere Teil des Hafens ist für größere
Schiffe zugänglich, an der Innenseite können kleinere
Schiffe anlegen. Der Ankerplatz liegt 500 m vom Hafen entfernt,
es ist jedoch bei starkem Wind aus dem östlichen und
dem südöstlichen Quadranten sehr gefährlich,
vor Anker zu gehen. Opatija verfügt auch über einen
Jachthafen.
Opatija, oft als adriatisches Nizza bezeichnet,
ist einer der bekanntesten Fremdenverkehrsorte in Kroatien
und die Stadt mit der längsten Fremdenverkehrstradition
an der Ostküste der Adria. 1844 errichtete der Großhändler
Higinio Scarpa die Villa Angiolina mit herrlichen
Grünanlagen und einem wunderschönen Park, die von
hochkarätigen Gästen dem kroatischen Banus
Josip JelaCiC, der österreichischen Kaiserin Maria Anna
besucht wurde, was dazu beitrug, daß Opatija
rasch der beliebteste Ausflugsort der Einwohner von Rijeka
und danach von Italienern und Österreichern wurde. Opatija
führte als erster Ort an der Adria bereits 1883 eine
touristische Statistik ein. Das erste Hotel an der Adria unter
dem Namen Kvarner errichtete die Gesellschaft
der Südbahn im Jahre 1884; seine Lage an der Meeresküste
und die luxuriöse Ausstattung zog ausschließlich
prominente Gäste an. Unmittelbar nach dem Bau des Hotels
Opatija wurde der Ort als mondäner Sommerferienort
berühmt, so daß längs der 12 km langen Strandpromenade
(lungomare) auf der Strecke VoloskoOpatijaLovran
bald ein Gebirgspfad von Opatija nach Veprinac und weiter
zum UCkamassiv angelegt wurde. Schon 1889 wurde Opatija zum
ersten Luftheilort an der Adria erklärt, was seinen Status
des vornehmsten Ferien-ortes gefestigt hat. Die zahlreichen
Touristen und Eigentümer der Villen haben exotische Pflanzen
(Palmen, Kakteen, Mamutbäume u.a.) angebaut und so zur
hortikulturellen Vielfallt beigetragen. Opatija war so attraktiv,
daß es Ende des 19. und Anfang des 20. Jh. von vielen
namhaften Persönlichkeiten besucht wurde der Prinzessin
Luise von Sachsen Coburg, dem rumänischen König
Karl I., dem schwedisch-norwegischen König Oskar u.a.
Der Aufschwung des Tourismus setzt sich in Opatija bis zu
den heutigen Tagen fort. Das günstige Klima, die gepflegte
Umgebung, die eingerichteten Badeanstalten sowie der ganzjährige
Hochbetrieb machen Opatija auch heute zu einem der elitärsten
Ferienorte in Kroatien. Den Gästen stehen etwa 20 Hotels,
viele hervorragende Restaurants und Sportplätze zur Verfügung.
An Erholung und Unterhaltung fehlt es in Opatija nie. Neben
dem Hotel Admiral liegt ein Jachthafen, der das
ganze Jahr über Boote aufnehmen kann. Zahlreiche Veranstaltungen
in Opatija sind wegen ihrer langen Tradition und dem hohen
Niveau bekannt: der Karneval (Januar / Februar), die Internationale
Segelregatta (im Mai), der Segelcup Opatija (im November).
Opatija ist auch eines der wichtigsten Kongreßzentren
in Kroatien.
Der Jachthafen
Admiral verfügt über 200 Liegeplätze im Meer
und weitere 40 Plätze an Land.© HTZ, LZ "Miroslav
Krleza"
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