|
Home
Pula
PULA,
Stadt und Hafen im Südwesten Istriens. Die Stadt liegt
im inneren Teil einer Bucht, die durch die Inseln Sveta Katarina,
Sveti Andrija und Uljanik in drei Hafenbecken geteilt ist.
Pula ist der bedeutendste und größte Hafen in Istrien,
und die gut geschützte Bucht Pulski zaljev zählt
zu den besten Naturhäfen an der Adria. Wegen seiner Größe,
der guten Lage, zweier Zugänge (unmittelbar von der See
oder durch den Kanal von FaZana) und der flachen Ufer hatte
die gut geschützte Bucht von Pula seit jeher eine besondere
strategische Bedeutung. Für die Landschaft ist das flache
und offene Relief mit einer dicken Schicht Roterde typisch.
Die einstigen Eichenwälder wurden auf niedriges Gebüsch
reduziert; in der Umgebung von Pula wurden Kiefern angepflanzt.
Die mittlere Lufttemperatur beträgt im Januar 5°C
und im Juli 23,2°C; die mittlere jährliche Niederschlagsmenge
beträgt etwa 880 mm. Während der Wintermonate wehen
Bora und Schirokko; die Bora ist manchmal sehr stark und weht
im äußeren Teil des Hafens. Pula ist ein wichtiges
Wirtschaftszentrum mit entwickeltem Schiffbau (Werft Uljanik),
Textil-, Metall- und Bauindustrie sowie Glasherstellung und
ein bedeutendes touristisches Zentrum (Jachthafen). Die Bedeutung
Pulas als Verkehrsknotenpunkt für gesamt Istrien ist
insbesondere durch die Modernisierung des Flughafens gewachsen.
Die ersten Touristenausflüge nach Pula wurden zu Beginn
des 19. Jh. verzeichnet. Giovanni Carrara, ein Konservator
aus Pula, war 1828 als Reiseleiter zahlreicher berühmter
Persönlichkeiten und organisierter Besuchergruppen tätig.
Im Jahre 1832 besuchte auch der österreichische Kaiser
Franz Ferdinand I. Pula. Der erste Reiseführer über
Pula von Pietro Kandler (Cenni al forestiero che visita Pola
Hinweise für Ausländer, die Pula besuchen)
in der Ausgabe des Österreichischen Lloyd aus Triest
wurde 1845 veröffentlicht. Das erste für die Bürger
und Touristen bestimmte Seebad Bagno Polese, zwischen der
kleinen Insel Uljanik und dem Verwaltungsgebäude im Hafen,
wurde bereits 1885 eröffnet. Danach wurden das kleine
Strandbad SakorDana und das Marinebad auf der
Insel Sveti Petar eingerichtet, wo nach einem festen Stundenplan
zu unterschiedlichen Zeiten Männer und Frauen baden konnten.
Während des 1. Weltkriegs wurde das Strandbad Zelenika
eingerichtet und im Jahre 1936 das Seebad Stoja (Stabilimento
bagni di Stoia). Riviera das erste moderne Hotel in
Pula wurde 1908 eröffnet. Zur Zeit der italienischen
Herrschaft gab es einige Hotels: Miramare, Bologna, Milano
und Centrale und zwei Sommerkolonien für Kinder: Principe
di Piemonte auf Stoja und Sandro Mussolini auf Vargarola.
In den 30er Jahren des 20. Jh. waren auch einige Reisebüros
in Pula tätig. Der Tourismus erlebte in Pula seine Blütezeit
in den 60ern, als längs der schönen, reich gegliederten
Küste mit üppiger Vegetation südlich von Pula
die ersten Feriensiedlungen gebaut wurden (Zlatne stijene,
Ribarska koliba, Verudela).
Heute
bietet Pula zahlreiche Erholungsmöglichkeiten, denn außer
gut ausgestatteten Hotels und anderen Unterkünften gehören
viele Sportplätze, Tanzterrassen, Diskotheken, Spielcasinos,
Gaststätten und Restaurants sowie organisierte Ausflüge
zum Angebot. In der Stadt liegen zwei Jachthäfen, die
für den Nautiktourismus wichtig sind. Außerdem
ist Pula ein bekanntes Kongreßzentrum (großer
Kongreßsaal im Hotel Histria). Die Stadt kann man mit
allen Verkehrsmitteln erreichen, besonders sollte man die
Nähe zum Flughafen (6 km) hervorheben, der auch in den
internationalen Luftverkehr eingebunden ist.
Veranstaltungen:
das Kroatische Filmfestival findet seit 1954 jählich
in der Arena statt (im Juli), das Festival der Unterhaltungsmusik
Arena findet ebenfalls in der Arena statt (im
Juli), Art & Music Festival - Rockmusikfestival (im August).
Pula ist
auch ein beliebtes Sportzentrum, denn wegen des angenehmen
Klimas, der gut ausgestatteten Sportplätze (Tennisplätze,
Sporthallen, Fußballstadions, Fußballplätze,
Leichtathletikstadion, Hallen- und Freibäder, Wassersportarten
u.a.) sowie wegen der Nähe zum Flughafen richten viele
in- und ausländische Sportmannschaften hier im Winter
ein Trainingslager ein. Außer den gewohnten Sportarten
auf dem Festland kann man auch unterschiedliche Wassersports
betreiben.
Der Jachthafen
ACI verfügt über 294 Liegeplätze im Meer und
weitere 100 Plätze an Land für Boote von 618
m; der Jachthafen Veruda verfügt über 610 Liegeplätze
im Meer und 150 an Land für Boote von 615 m.©
HTZ, LZ "Miroslav Krleza"
|