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Orebic
OREBIC
(Orebici), Städtchen an der Südküste der Halbinsel
PeljeSac; 1489 Einw. Mittlere Lufttemperatur im Januar 9 °C,
im Juli 26,5 °C. Üppige Vegetation in der Umgebung.
Besonders schön ist der Badestrand an der Trstenica-Bucht.
Fährverbindung zur Insel KorCula.
OrebiC war einst ein bedeutendes Seeverkehrszentrum und hieß
bis zum 16. Jh. Trstenica. Es war Sitz eines Fürstentums
unter der Verwaltung Dubrovniks (1343_1806). Die Hügelgräber
und Befestigungen (auf den nahegelegenen Anhöhen Gruda
und ViZanjica) stammen aus vorgeschichtlicher Zeit. Entdeckt
wurden Spuren einer Römersiedlung (Reste einer Villa
rustica, Gräber). In der barocken Kirche ist über
der Tür der geschlossenen Säulenhalle ein altchristliches
Marmorrelief eingemauert. Im Ortskern kann man das Seefahrtsmuseum
besichtigen. 2 km westlich von OrebiC steht das im Gotik-
und Renaissancestil errichtete Franziskanerkloster (15. Jh.);
im Kloster ist eine Sammlung von Kunstgegenständen zu
sehen. Die Klosterkirche wurde 1486 von MihoC RadiSiC erbaut;
am Hauptportal befindet sich ein Madonnenrelief, die Arbeit
eines unbekannten Schülers von N. Fiamberti, und im Kircheninneren
ein Madonnenrelief von Niccolò Fiorentino. Auf dem
Berg über dem Kloster steht die gotische, in der Barockzeit
erneuerte Kirche der Madonna von Karmel. Gleich daneben sieht
man antike Sarkophage und mehrere alte, riesige Zypressen;
etwas weiter entfernt liegt die barocke Loggia und die Schloßruine
des Fürsten von Trstenik.
Sehr früh
bereits entwickelte sich OrebiC zu einem Seeverkehrszentrum
(der Ort erhielt seinen Namen nach einer Kapitänsfamilie),
und 1865 wurde die Seefahrtsgesellschaft von PeljeSac gegründet,
der sogar 33 Übersee-Segelschiffe zugehörten. Als
eine der größten Seefahrtsgesellschaften des Mittelmeerraums
hatte sie auch ihre eigene Werft. Als Dampfschiffe die Segler
verdrängten, war das ein schwerer Schlag sowohl für
die Gesellschaft als auch für OrebiC, doch wird noch
heute auf ganz PeljeSac der Beruf des Matrosen am meisten
geschätzt.
Heute
ist OrebiC ein bedeutender Fremdenverkehrsort, der neben langen
Sandstränden, vielen kleinen Buchten und dem sauberen
Meer vielfältige Unterkunftsmöglichkeiten (Hotels,
Appartements) zu bieten hat und außerdem mit einem reichhaltigen
Sport- und Freizeitangebot (Tennis, Fußball, Segeln
und Surfing) aufwarten kann. Nicht zu vergessen natürlich
die Gastronomie mit Fischen, Meeresfrüchten und den bekannten
Weinen von PeljeSac (DingaC, Postup). Die Umgebung bietet
sich an für angenehme Spaziergänge. Vom Friedhof
neben der Kirche der Engelsmadonna oberhalb von OrebiC, der
letzten Ruhe-stätte der Kapitäne von PeljeSac, hat
man einen herrlichen Blick auf KorCula und den gleichnamigen
Hauptort der Insel sowie auf die zahlreichen Inselchen im
Kanal von PeljeSac. Es ist Brauch geworden, daß die
den Kanal passierenden Schiffe mit ihren Signalhörnern
die Kirche ihrer Schutzherrin und die Ruhestätte der
einstigen Kapitäne grüßen, und oft wird ihr
Gruß vom Geläut der Klosterglocken erwidert. Unter
dem Franziskanerkloster und der Kirche breitet sich ein Zypressenhain
aus, der als Parklandschaft unter Naturschutz steht.
Unweit
des Klosters liegt der Ort Karmen mit mehreren mittelalterlichen
Baudenkmälern. Von dort aus kann man Ausflüge zu
den im Hochland gelegenen malerischen Ortschaften RuskoviCi,
StankoviCi und PodvlaStica machen. OrebiC ist auch der Ausgangspunkt
der beliebten Wandertour auf den Sveti Ilija (961 m).
In OrebiC
und den Orten der Umgebung werden viele traditionelle Kirchenfeste
abgehalten; erwähnenswert ist das Fest der Madonna von
Karmel (16. Juli). Im Sommer gastieren Theaterensembles, und
es finden weitere Kultur- und Vergnügungsveranstaltungen
statt.©
HTZ, LZ "Miroslav Krleza"
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