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Dubrovnik
DUBROVNIK,
Hafenstadt und Fremdenverkehrszentrum des südkroatischen
Küstenlandes; 49278 Einw. Am Fuße des Kalkberges
SrD (Sergiusberg, 412 m) in einem Tal gelegen, das nach Südwesten
hin mit der Anhöhe Lapad und einer kleinen Insel, die
den ältesten Stadtteil Dubrovniks trägt, abschließt.
Durch Aufschüttung des sumpfigen Tals zwischen der Bucht
von GruZ im Norden und dem Alten Port im Süden und die
Entstehung der Placa (Stradun) wurde der alte Stadtkern mit
der auf der anderen Talseite liegenden Vorstadt verbunden.
Somit wurde Stradun zur Haupt- und Flanierstraße der
Stadt; ihre beiden Endpunkte sind die Stadttore PloCe im Osten
und Pile im Westen. Nach dem Bau des Hafens von GruZ verbindet
sich dieses Gebiet allmählich mit dem alten Stadtkern.
Später breitet sich Dubrovnik auch auf die Halbinsel
Lapad, die Sockelzone des Sergiusberges sowie außerhalb
der Stadtmauern in Richtung Zupa aus. Das Klima prägen
warme und trockene Sommer und milde Winter. Die Durchschnittstemperatur
des kältesten Monats (Februar) beträgt 4,6 °C,
die des wärmsten (August) 26,2 °C. Von der Gesamtniederschlagsmenge
entfallen 68% auf die Winterhälfte; von 105 Regentagen
entfallen 29 auf den Frühling, 14 auf den Sommer, 26
auf den Herbst und 37 auf den Winter. Schnee fällt äußerst
selten; Dubrov-nik hat 2554 Sonnenstunden im Jahr und nimmt
unter den südeuropäischen Städten eine führende
Stellung ein. Im Juli gibt es täglich 12,4 Sonnenstunden
(wie in Alexandria). Üppige und subtropische Vegetation
(Oliven, Mandeln, Zitrusfrüchte, Rosmarin, Lorbeer, Steineichen,
Kiefern, Pinien, Zypressen). Im Südosten des alten Stadtkerns
liegt das Touristengebiet PloCe (Hotels und Strände),
im Westen Lapad (Sportplätze, Hotels, Strände, Promenaden),
im Nordwesten GruZ mit dem gleichnamigen Hafen. In der Stadt
wirken wichtige Kulturinstitutionen: Fachhochschulen für
Seefahrt und Tourismus, ein Universitätszentrum für
Postdiplomstudium der Universität Zagreb, das Historische
Institut der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste
(HAZU), die Dubrovniker Sommerfestspiele u.a.
Dubrovnik hat einen Stadthafen, den Hafen GruZ und den Jachthafen
Dubrovnik. Der alte Stadthafen wird durch den Wellenbrecher
Porporella geschützt; hier können Jachten mit bis
zu 3 m Tiefgang anlegen; kleinere Schiffe ankern in der Bucht
Gornja BoCina. GruZ ist ein Handelshafen, 2,5 km nordwestlich
des alten Dubrovnik gelegen. Der Jachthafen Dubrovnik befindet
sich in Komolac an der Bucht Rijeka dubrovaCka, etwa 4 km
von der Einfahrt in den Hafen GruZ entfernt. Der Flughafen
von Dubrovnik ist in Cilipi.
Dubrovnik
_ eine Stadt von einzigartiger politischer und kultureller
Vergangenheit (Republik Dubrovnik, Stadtverfassung von 1272),
deren Denkmalserbe und Schönheit weltbekannt sind (eingetragen
in das UNESCO-Verzeichnis des Weltkulturerbes) _ ist eine
der reizvollsten und bekanntesten Städte des Mittelmeerraums.
Neben der außergewöhnlichen Schönheit der
Natur und seinen zahlreichen Kulturdenkmälern hat Dubrovnik
ein umfangreiches touristisches Angebot. Dank all dieser Vorzüge
ist Dubrovnik zu jeder Jahreszeit attraktiv. Seine geographische
Abgeschiedenheit wird durch gute Verkehrsverbindungen (Flugverkehr,
schnelle Tragflächenboote) ausgeglichen.
In touristischer
Hinsicht begann sich Dubrovnik vor dem 1. Weltkrieg zu entwickeln
und wurde dank seiner einmaligen Vorzüge schnell zu einem
starken internationalen Fremdenverkehrszentrum.
Für
eine gründliche Besichtigung Dubrovniks, seiner Schätze
und Denkmäler sind mehrere Tage notwendig. Doch bereits
ein Spaziergang auf dem Stradun, durch die schmalen Gassen
und Geschäfte, über die monumentalen Wehrmauern
und Befestigungsanlagen vermittelt dem Gast einen Eindruck
von der tausendjährigen Schönheit dieser Stadt,
ihres muschelförmigen historischen Kerns, ihrer durch
die Jahrhunderte verfeinerten Maurer-, Steinmetz- und Schnitzkünste,
der Geschichte des Rektorenpalastes, der Schätze der
Bibliothek, der ältesten Apotheke im Süden Europas
u.a.
In Dubrovniks
zahlreichen Museen und Galerien findet man kostbarstes kroatisches
Kulturgut _ der Gast hat die Qual der Wahl.
Das Museum
im Rektorenpalast beherbergt in seiner kulturgeschichtlichen
Abteilung 15500 Gegenstände. In authentischen Sälen
werden Möbel aus dem 17. bis 19. Jh., Gewänder von
Fürsten, Ratsherren und Patriziern ausgestellt. Im Seefahrtmuseum
(Johannsfestung) dokumentiert eine ständige Sammlung
die Seefahrt Dubrovniks und Kroatiens, mit Schwerpunkt auf
der Geschichte der Republik. Im Museum des Franziskanerklosters
werden das gesamte Inventar der alten Apotheke sowie alte
Goldschmiedearbeiten, Stickereien und Bilder aufbewahrt. Das
Museum des Dominikanerklosters zeigt wertvolle Werke der Malerei
Dubrov-niks aus dem 15. und 16. Jh., Skulpturen, Goldschmiedearbeiten,
Manuskripte, Inkunabeln und Noten. In der Schatzkammer des
Dubrovniker Doms werden Reliquien des hl. Blasius, des Schutzherrn
Dubrovniks, sowie zahlreiche Gemälde und Kunstgegenstände
aufbewahrt. Das Volkskundemuseum Rupe dokumentiert die traditionelle
Wirtschaft und die ländliche Architektur der Gegend von
Dubrovnik, zeigt Volkstrachten und Handarbeiten. Äußerst
attraktiv ist das Aquarium des in der Johannsfestung untergebrachten
Biologischen Instituts mit Exemplaren der hiesigen Meeresfauna.
Die Kirchen,
Klöster und Hotels liegen über ganz Dubrovnik verstreut,
und die seezugewandte Seite der Stadt zieren mehrere Jachthäfen,
ein kleiner Hafen und Promenaden. Wegen der großartigen
Aussicht auf das mittelalterliche Dubrovnik darf man den Spaziergang
über seine Wehrmauern auf keinen Fall verpassen.
In den
zahlreichen Restaurants und Weinschenken Dubrovniks kann man
sich Spezialitäten der einheimischen und internationalen
Küche schmecken lassen. Sportlern und Aktivurlaubern
stehen Sportplätze und Requisiten für alle Sportarten
auf Land und zu Wasser zur Verfügung, von Tennis und
Tischtennis bis Segeln. Des weiteren gibt es mehrere Fitneß-Zentren
mit Pools, Sauna, Massage, Aerobic, Solarien, Trainingsstudios
für Boxen u,a,
Dubrovnik
ist bekannt für seine hervorragenden Hotels, von denen
der Großteil auf der Halbinsel Lapad und im Gebiet von
PloCe südöstlich der Altstadt liegt. Die Hotelsiedlung
Dubrava _ Babin kuk auf Lapad ist eine Stadt im Kleinformat.
Vorhanden sind ein Einkaufszentrum, eine Bank, eine Ambulanz,
Lokale und ein neuer Stradun, eine Flanierstraße,
die die Hotels miteinander verbindet.
Dubrovnik
ist eine Stadt, in der viel Kunst und Kultur geboten wird.
Besondere Bedeutung kommt dem Dubrovniker Sommerfestival zu,
das traditionsgemäß (seit 1950) vom 10. Juli bis
zum 25. August stattfindet. Es handelt sich um ein Theater-,
Musik- und Folklorefestival, das 1956 in den Weltfestivalkalender
aufgenommen wurde und zu den bekanntesten der Welt zählt.
Diese Sommerfestspiele werden auf Freilichtbühnen (GunduliC-Platz,
DrZiC-Platz, Lovrijenac, Revelin) oder in dem herrlichen Ambiente
städtischer Bauwerke (Rektorenpalast, Klosterhöfe,
Kirchen) abgehalten. Auf dem Repertoire stehen Werke kroatischer
und internationaler Klassiker, dargeboten von führenden
einheimischen und internationalen Schauspielern, Regisseuren,
Musikern, Dirigenten _ bis jetzt waren es einige Hunderte.
Bedeutender Bestandteil des Festivals sind die Auftritte einheimischer
(LinDo, Lado) und ausländischer Folkloregruppen.
In der
bildenden Kunst Dubrovniks nehmen die im Laufe des ganzen
Jahres veranstalteten Ausstellungen einen besonderen Platz
ein. Außer in namhaften Galerien _ in der Kunstgalerie
(Put Frana Supila 23) und ihrem Ausstellungsort LuZa Art Centar
(Stradun), Sebastian _ werden zeitweilige und ständige
Ausstellungen auch an anderen Orten geboten.
Weithin
bekannt sind die Dubrovniker Karnevalsfeste (DubrovaCki karnevo),
die seit dem frühen Mittelalter stattfinden, als sie
aus dem benachbarten Italien nach Dubrovnik übertragen
wurden. Ein besonders festlicher Anlaß für die
Stadt ist das St.-Blasius-Fest, gleichzeitig auch Tag der
Stadt Dubrovnik (3. Februar). Die Feier dauert den ganzen
Tag und umfaßt kirchliche Zeremonien, einen Umzug durch
die Straßen der Stadt, Konzerte sowie Sport-, Ver-gnügungs-
und Karnevalsveranstaltungen. Organisierte Ausflüge werden
ebenfalls geboten.
In der
Nähe von Dubrovnik, im Flußtal der Ombla, liegt
der Jachthafen ACI Miho Pracat; er hat 450 Liegeplätze
im Meer und weitere 250 an Land. Nautikern steht auch der
Jachthafen Dubrovnik zur Verfügung.© HTZ, LZ "Miroslav
Krleza"
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